Sehr geehrte Damen und Herren,

das Heimentgelt oder die Heimkosten sind die Gesamtkosten, welcher ein Bewohner für seine Unterbringung und Versorgung aufzubringen hat. Die Ermittlung des Pflegesatzes unserer Einrichtung wird bestimmt durch die Vorgaben des Landespflegegesetzes des Bundeslandes Niedersachsen. Das Heimentgelt gliedert sich in 5 Bestandteile auf:

  • Pflegekosten gem. § 82 I Nr. 1 SGB XI

  • Kosten für Unterkunft und Verpflegung gem. § 82 II Nr. 2 SGB XI

  • Investitionskosten gem. § 82 II Nr. 1 und III, IV SGB XI – Vergütungsvereinbarung gem. § 76 II SGB XII

  • Besondere Komfortleistungen für Unterkunft und Verpflegung (§ 88 I Nr. 1 SBG XI)

  • zusätzlich pflegerisch – betreuende Leistungen (§ 88 I Nr. 2 SGB XI)

Die Pflegekosten sind je nach Pflegestufe unterschiedlich und decken die Personal- und Sachkosten für die Pflege ab. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung umfassen im Wesentlichen die Kosten für Wohnraummiete, Energiekosten, Ernährung, Reinigung usw. Die Investitionskosten umfassen die Kosten für die Instandhaltung und Werterhaltung der Pflegeeinrichtung. Unser Investitionskostensatz variiert je nach Zimmer, da es sich hierbei faktisch um die Kaltmiete handelt. Das Standard Einzelzimmer mit eigener Nasszelle und Vollmöblierung erhalten Sie derzeit ab 16,45€ pro Tag.

Folgende Pflegestufen lassen sich wie folgt untereilen:

Die von der Pflegekasse ab 1.01.2017 bezahlten Zuschüsse für stationäre Einrichtungen entnehmen Sie der ganz rechten Spalte:

Vollstationäre Unterbringung in Pflegeheim
Pflegestufe Leistungen seit 2015 Ab 2017 Leistungen ab 2017
Pflegegrad
1 125 €uro
0 mit EA* 0 €uro 2 770 €uro
I 1.064 €uro 2 770 €uro
I mit EA* 1.064 €uro 3 1.262 €uro
II 1.330 €uro 3 1.262 €uro
II mit EA* 1.330 €uro 4 1.775 €uro
III 1.612 €uro 4 1.775 €uro
III mit EA* 1.612 €uro 5 2.005 €uro
Härtefall 1.995 €uro 5 2.005 €uro
Härtefall mit EA* 1.995 €uro 5 2.005 €uro

In der obigen Tabelle können Sie erkennen, dass insbesondere von 2016 auf 2017 zwei Pflegesgradsprünge stattfinden, sofern erhebliche Alltagseinschränkungen vorliegen.

Um die Leistungen in Anspruch zu nehmen, ist folglich ein Antrag bei der Kasse notwendig. Die Pflegekasse wiederum beauftragt dann den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen), welcher ein Gutachten über die Pflegebedürftigkeit des potentiell Pflegebedürftigen anfertigt. Anhand des Gutachtens (Orientierung an Pflegegutachtungsrichtlinien) findet eine Zuordnung zu den oben genannten Pflegegraden statt. Wenn von einer Pflegekasse eine Eingradung bereits vor der Heimaufnahme vorgenommen wurde, so gilt dieser Pflegegrad zunächst einmal auch die vollstationäre Leistung.

Ab dem 1.01.2017 gilt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff sowie die Neuregelungen des PflegestärkungsG. Gem. Bestandsschutzregelung gelten bis 1.01.2018 sämtliche Preise, die bereits für das Jahr 2016 verhandelt wurden. Sofern ein Eigenanteil steigt, trägt der Bewohner keine zusätzlichen Kosten, sondern die Pflegekasse erstattet diesen Betrag.

Die Preise für die Kurzzeitpflege werden wir in Kürze einstellen.


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